Ein neues Quartierszentrum für Bergedorf-West

Information zu den Entwürfen des städtebaulich-hochbaulichen Workshopverfahrens mit städtebaulich-landschaftsplanerischem Ideenteil

Informationen zum Verfahren

 

Das Einkaufszentrum Bergedorf-West übernimmt als Nahversorgungszentrum und als zentraler Treffpunkt wichtige Funktionen für den Stadtteil. Inzwischen ist der Bau aus den 1960ern jedoch in die Jahre gekommen und die bestehenden Gewerbestrukturen entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen.

Im Zuge der RISE-Gebietsentwicklung soll das Quartierszentrum neu gedacht werden. Durch eine städtebauliche Neuordnung und zeitgemäße Gestaltung des Einkaufszentrums und seine Umgebung soll das Quartierszentrum aufgewertet und ein neuer attraktiver Eingang zum Stadtteil entstehen.

Zwischen August und Dezember 2020 führte die Eigentümerin des Einkaufszentrums, RI Partners, gemeinsam mit dem Bezirksamt Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen ein so genanntes städtebaulich-hochbauliches Workshopverfahren durch, im Rahmen dessen sieben Architekturbüros Entwürfe für das Quartierszentrum Bergedorf-West erarbeitet haben.

Was soll entstehen?


Die bestehenden Einzelhandels-, Gastronomie- und Praxisflächen werden neu geordnet und durch modernen Wohnraum ergänzt. Insgesamt sind rund 300 neue Wohnungen geplant, die in einem Mix aus Miet- und Eigentumswohnungen sowie speziellen Wohnformen, wie z.B. Senioren- oder Azubi-Wohnen, entstehen werden. Das bestehende neungeschossige „Bille-Hochhaus“ bleibt erhalten und wird in das Konzept eingebunden. Der bisherige gewerbliche Nutzungsmix soll sich auch im neuen Quartierszentrum widerspiegeln. Vorgesehen sind u.a. ein Supermarkt, eine Drogerie und eine Apotheke, ergänzt durch Flächen für kleinere Shops wie Kiosk, Optiker, Blumenladen und Friseur. Dabei wird sichergestellt, dass die stadtteilrelevanten Einrichtungen, wie ärztliche Grundversorgung und Nahversorgung, während des Abrisses und Neubaus des Quartierszentrums durchgängig zur Verfügung stehen.

Zur Unterbringung der erforderlichen Parkplätze wird der Bau einer Quartiersgarage bzw. eines sogenannten Mobility Hubs geprüft. Darin könnten zusätzliche Angebote, z.B. Carsharing und E-Ladestationen sowie kleinere Gewerbenutzungen, wie Werkstattbetriebe oder eine Fahrradwerkstatt, integriert werden.

Darüber hinaus soll im Quartierszentrum Bergedorf-West ein neues Gemeinschaftshaus entstehen. Dieses soll mehr Angebote und Möglichkeiten bieten als das bisherige Bürgerhaus „Westibül“. Es soll zum generationsübergreifenden Treffpunkt und einem zentralen Ort zum Verweilen und zur Zusammenkunft werden. Angebote der Gemeinwesenarbeit, Stadtteilkultur und der Weiterbildung sowie weitere Freizeitnutzungen werden darin gebündelt.

Entwürfe für das neue Quartierszentrum

 

Das Workshopgebiet liegt nördlich der S-Bahnstation Nettelnburg und umfasst eine Fläche von rund 22.000 m². Es gliedert sich in einen Realisierungsteil (Einkaufszentrum Bergedorf-West), den Ideenteil 1 mit Realisierungsabsicht (P+R-Parkplatz) sowie den Ideenteil 2 (Werner-Neben-Platz und Kirchengrundstück). Aufgabe der teilnehmenden Büros war es, für das Planungsgebiet ein gesamtheitliches Lösungskonzept zu entwickeln, das alle Teilbereiche städtebaulich, freiraumplanerisch und nutzungsstrukturell miteinander verbindet. Die Teilbereiche sollen dabei als ein gemeinsames und konzeptionell zusammenhängendes Quartier entwickelt werden.

Am 21. Januar 2021 wurde durch eine Jury der Siegerentwurf des Workshopverfahrens gekürt. In der Jury wirkten neben Oberbaudirektor Herr Franz-Josef Höing Vertreterinnen und Vertreter des Bezirksamtes und der Bezirkspolitik sowie RI Partners. Zuvor wurden die Entwürfe der Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt und konnten kommentiert werden. Die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger wurden der Jury vorgetragen.

Die Jury fasste einstimmig folgenden Beschluss und prämierte nachstehende Arbeiten:

1. Preis: KPW Papay Warncke und Partner Architekten, Hamburg mit HAHN HERTLING VON HANT ELMANN Landschaftsarchitekten GmbH BOLA, Hamburg

2. Preis: Coido architects Cordsen Ipach + Döll GmbH, Hamburg mit Karres en Brands, Hilversum (NL)

3. Preis: BeL Sozietät für Architektur BDA, Köln

Die Umgestaltung des Areals soll auf Grundlage des aus dem Workshopverfahren hervorgegangenen Siegerentwurfs im Sinne der RISE-Gebietsentwicklung umgesetzt werden. Im nächsten Schritt wird auf Grundlage der prämierten Entwürfe sowie in Abstimmung zwischen RI Partners, dem Bezirksamt Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Masterplan für das Areal entwickelt. Für die Umsetzung ist ein Bebauungsplan erforderlich. Die Öffentlichkeit wird im Rahmen des Verfahrens weiterhin eingebunden.

Die sieben Entwürfe der am Workshopverfahren teilnehmenden Büros können von Ihnen angesehen werden. Klicken Sie hierfür auf die einzelnen Kacheln.

 

Schauen Sie sich die einzelnen Entwürfe an!

 

 

Entwurf 1

bof architekten

Entwurf 2

coido architects

Entwurf 3

LH Architekten

Entwurf 4

KPW Architekten

Entwurf 5

ppp architekten + stadtplaner

Entwurf 6

BeL Sozietät für Architektur

Entwurf 7

BOLLES+WILSON

Entwurf 1

bof architekten, Hamburg

Gestaltungskonzept und Organisation

Das neue Quartierszentrum Bergedorf West bildet in den vorhandenen heterogenen Strukturen einen neuen Stadtbaustein der die unterschiedlichsten Typologien des Bestandes selbtbewusst und selbstverständlich mit ruhigen Kubaturen ergänzt.

Auf Realisierungsteil und Ideenteil I werden – nach Entfall des Bestands – drei Baufelder mit gleicher Grundfläche ausgebildet. Das östlichste Baufeld (Baufeld 3) liegt dabei nach Süden versetzt und schafft Raum für einen zusätzlichen nördlich davon gelegenen Gebäuderiegel. Dieser bildet das Pendant zum Bestand der Bergedorf Bille und schafft so eine Einbindung des direkt angrenzenden Bestands in das neue Ensemble.

Durchgang durch das Bille-Hochhaus

Um diese Einbindung auch in der Nutzung zu schaffen sieht der Entwurf zusätzlich einen Eingriff in die bestehende Struktur der Bergedorf Bille vor. Durch den Entfall der Bestandsgarage und der Reorganisation des Erdgeschosses und ersten Obergeschosses im mittleren Haus entfallen die Rückseiten des Bestandsbaus und auch der Weg zur S Bahn wird optimiert. Die Gewerbeflächen werden im Zuge der Neubaumaßnahmen optimiert und erweitert. Die entfallenen Stellplätze werden in der Quartiersgarage des Mobilitäts HUB nachgewiesen. Durch das Ergänzen eines Fahrstuhls wird die notwendige Barrierefreiheit geschaffen.

Nutzungsverteilung

Durch die städtebauliche Konfiguration werden die gewachsenen Bewegungsachsen des Quartiers erhalten, gestärkt und mit einer neuen Qualität versehen. Wichtige und funktionierende Orte, wie der Werner Neben Platz, werden erhalten und in den neuen Entwurf eingebunden. Die neu geschaffenen Baufelder sind so organisiert, dass öffentliche Funktionen wie Gewerbe, Einzelhandel, Büronutzungen und Gastronomie in den jeweiligen Sockelzonen angeordnet sind. Die Passagen durch das Quartier schaffen Raum für Marktflächen, das Verweilen und die Aneignung des Stadtraums.

Wohnungen

Auf den Sockeln, mit großzügigen gemeinschaftlichen und privaten Gärten die zum Spielen, gemeinsamen Gärtnern und Zusammensein einladen, sind die Wohnnutzungen angeordnet. Die einzelnen Häuser unterscheiden sich in der Typologie der Freisitze. Das Kaktushaus mit Balkonen, das Loggienhaus, das Seniorenwohnen Freisitzen auf ganzer Fassadenlänge. Auf Baufeld 1 und Baufeld 2 ist Geschosswohnungsbau vorgesehen. Ebenso in dem Gebäuderiegel nördlich Baufeld 3. In Baufeld 3 wird mit dem HUB eine eigenständige Typologie geschaffen. Eine großflächige Einzelhandelsnutzung in Erdgeschoss wird in den Obergeschossen ergänzt durch Townhouses / Clusterwohnen, welche durch eine grüne Fuge vom Parkbauwerk der Quartiersgarage getrennt werden.

Architektur und Materialität

Das neue Quartierszentrum schafft durch die Wahl der Materialität einen Bezug zur Umgebung. Für den Sockel wird eine wertige durable Klinkerfassade vorgesehen. Klinker findet sich im Bereich des Grünzuges in verschiedensten Bestandsbauten Die Obergeschosse erhalten vorgehängte Fassaden aus Faserzementplatten und Metallelementen, die je nach Haus leicht in Struktur und Färbung changieren. Ergänzt wird dies durch gezielt gesetzte Elemente aus Holz im Bereich der Loggien und Fenster. Vorgehängte Fassaden finden sich im Bereich der begrenzten Hochhausbauten westlich und östlich des neuen Quartierszentrums. Die nach innen orientierten Stirnseiten werden zusätzlich durch Fassadenbegrünung aufgewertet.

Ideenteil II

Auf dem Ideenteil II werden neben dem Gemeinschaftshaus, das durch eine Bibliothek, Kursräume und Flächen für eine KiTa ergänzt werden, zusätzlich Flächen für experimentelles Wohnen nachgewiesen. Durch die Setzung der Baukörper hier wird der Werner Neben Platz zusätzlich arrondiert und das Ensemble vervollständigt. Für das Gemeinschaftshaus ist eine flächig begrünte Meshfassade vorgesehen. KiTa und Wohnen sind als Holzkonstruktion geplant.

Entwurf 2

coido architects, Hamburg

Gestaltungskonzept und Organisation

Die Dynamik aus Oberbillwerder zieht mit dem fortgesetzten Grünzug in Bergedorf-West ein. Er bildet das Gegenüber zu der neuen städtischen Setzung rund um die bestehende Hochhauszeile. Ein städtischer Boulevard verbindet Ost Und West, ausgestattet mit kommerzieller Nutzung im Erdgeschoss, das Quartierszentrum formend, öffentlich belebt und durch die Gebäudekanten klar gefasst.

Von der S-Bahn in die Tiefe des Quartiers führt ein Weg nun ebenerdig direkt durch die bestehende Hochhauszeile, erdgeschossig kommerziell belebt. Er kreuzt den Boulevard und bildet hier einen räumlichen Fokus. Zentral an diesem Kreuzungspunkt liegt der Werner-Neben-Platz, noch mehr Bedeutung gewinnend, mit Hochpunkt, Kulturbaustein und Markt belebt.

Ein Gefühl des Aufbruches entsteht, das den Reißbrettentwurf Bergedorf-West weiter denken und in eine buntere Zukunft führen will. Qualitäten wollen erhalten werden, wie insbesondere die Durchgrünung und die Durchlässigkeit. Defizite wollen aufgezeigt und ihnen entgegen gewirkt werden, insbesondere der Monostrukturalität in Typologie, Architektur, Bild und Freiraum. Diversität und Buntheit auf allen Ebenen ist hier also DAS Thema. Um eine erfrischende Bereicherung geht es hier, gegen die Gleichförmigkeit und Ereignislosigkeit der heutigen Realität.

Block der Individualisten

Eine blockartige Struktur als räumliches Alternativszenario wird vorgeschlagen, die Brüche zeigt und so Durchlässigkeit gewährleistet, aber auch Raumkanten schafft, privat und öffentlich trennt, innen und außen kennt. Die bestehende Hochhauszeile wird in diese Blockkonfiguration eingebunden, mit 3 neuen Hochpunkten zusammen spannt sich hier gut sichtbar ein neuer zentraler Bereich für Bergedorf-West auf.

Der offene Block Ist parzelliert, einzelne charakterstarke, eigenwillige Gebäude formen sich zu einem Ganzen und bleiben doch individuell. Hier entsteht ein neues Spannungsfeld zwischen den Teilen und dem Ganzen. Dieser Block der Individualisten kennt prägnante Gesellen, die einen lockeren Block formen, mit einem formelleren „Außen“ und einem informelleren „Innen“.

Nutzungsverteilung

Eine Quartiersgarage unter der Stromtrasse wird an allen 4 Seiten durch Nutzungen ergänzt (Ärztehaus/ Senior Studios/ Ateliers/ Co-Working) und kann so die anliegenden Stadträume bespielen. Die Dachnutzung ist nicht nur hier intensiv. Auf der Quartiersgarage stehen dem Quartier Spielflächen, Gardeningflächen und Freizeitflächen zur Verfügung.

Vollsortimenter und Drogerie befinden sich unter der Quartiersgarage den östlichen bestehenden Märkten zugewandt, aber auch aus der westlich gelegenen „Passage“ erreichbar.

Eine grüne Welt nördlich der bestehenden Hochhausscheibe wird die Räume dort lebenswert machen und zeigen: hier kann es schön sein! Der Maßstab spielt eine Rolle: Die nördliche Fassung des Gebietes zum Boulevard zeigt einen kräftigen Maßstab, während die Innenwelt das Kleinere zelebriert und mit teilweise 4 Geschossen auskommt.

Ideenteil II

Gegenüber liegen die Pavillons im Grün, bilden einen spannungsvollen Übergang in die nördlichen Freiräume. Das Westibül plus, eine überdachte Marktfläche und der bereits bestehende Kitaneubau bereichern und beleben hier funktional. Das Westibül wird zum Kulturbaustein des Quartiers. Hier sollen weitere kulturelle, soziale oder gemeinschaftliche Funktionen ihr Zuhause finden, eher als zusätzlicher Wohnungsbau, und so Synergien produzieren und die kritische Masse generieren einen echten zentralen Quartiersfokus zu bilden

Architektur und Materialität

Die Individuen zeichnen sich durch gleiche Prinzipien aus: eine prägnante Wohnungstypologie bildet das Grundgerüst, das Erdgeschoss-Gewerbe ist Gebäude-bezogen und verbleibt streng im Footprint, ein jeweils individueller Ausdruck (Materialität/ Formensprache/ Detail/ Farbgebung) gewährleistet Unverwechselbarkeit

Die Individuen in sich sind wiederum sehr streng und klar organisiert. Sie sind entworfen aus einer strukturellen Klarheit, verfügen über eine Stapelung der Geschosse und zeigen hochgradig wiederholende Bauteile.

Die konstruktiven Strukturen sind divers ebenso wie die Individuen selber. Es ist in konventioneller Massivbauweise gedacht, mehrfach jedoch auch in großmaßstäblicher, wiederholender Vorfertigung, sowie teilweise in Holz-Hybrid-Konstruktionen, jeweils abhängig und logisch gefolgert aus der Organik des jeweiligen Gebäudes. Nachhaltigkeit ist auf allen konstruktiven, materiellen, gestalterischen und energetischen Ebenen ein besonderer Fokus in diesem Projekt.

Entwurf 3

LH Architekten, Hamburg

Gestaltungskonzept und Organisation

Leitmotiv des Entwurfes ist die Anlage eines Stadtquartiers, das durch eine geänderte Wegeführung für die Fußgänger unabhängig vom Scheibenhochhaus (Bille-Hochhaus) erschlossen und eine identitätsstiftende Qualität als adressgebendes Entree für Bergedorf-West entwickeln kann. Durch die Setzung eines Hochpunktes östlich des Bergedorf-Bille-Hauses entsteht ein Eingangstor zum Quartier, in dessen Fokus die Hochhausfigur am Ladenbeker Furtweg liegt und dadurch die Identität des Quartiers als ein Zusammenspiel von Neu und Alt inszeniert.

Die entstehende Wegeachse wird erdgeschossig beidseitig von großzügig verglasten Gewerbeflächen begleitet um ein vielfältiges, vitales, und öffentlich zugängliches Quartierszentrum zu realisieren. Während östlich dieser Erschließungsachse im Bereich des Ideenteil I überwiegende gewerbliche Funktionen angelegt sind wird der westliche Bereich im Realisierungsteil überwiegend für Wohnnutzungen ausgebildet.

Nutzungsverteilung

Die zwei Baublöcke östlich bestehend aus viergeschoßigen „Flächenbauwerken“ für einen Verbraucher- und Drogeriemarkt und Ärztehaus sowie die erforderlichen Stellplatzanlagen. Letztere werden oberhalb des Vollsortimenters zu einem „Mobility-Hub“ erweitert. Die Stellplatzanlage wird durch zwei großzügige Lichthöfe aufgeweitet, intensiv begrünt und mit zusätzlichen Funktionen für Sport-Facilities, Paketshop, Schließfächern, Zeitungs- und Cafeshop, Fahrradreparatur etc. ergänzt. Die viergeschossige Ausbildung repräsentiert die überwiegende Höhenentwicklung im Quartier und bildet eine klare und ruhige Adresse der Kreuzungseinfahrt nach Bergedorf West aus.

Die Erdgeschosse sind großzügig verglast und versprechen im Zusammenspiel mit den vis-a-vis ansässigen Märkten eine funktionale Ergänzung und lebendige Stadtstruktur ohne „Rückseiten“. Beide Baublöcke werden nach Westen mit Wohnriegeln abgeschlossen die wiederum einseitig nach Süd-Westen ausgerichtet sind.

Wohnungen

Der Realisierungsteil wird aus acht Wohngebäuden konzipiert die gemeinsam mit der Hochhausscheibe einen Wohnhof ausbilden und damit einen großzügigen, verbindenden und das Leitmotiv des Entwurfs unterstreichenden Ort prägen.

Die Wohnhäuser sind als 3-6-spännige Typologien angelegt die für zahlreiche Wohnformen (Eigentum, Miete, Familien, Single oder Sonderwohnfromen) flexibel angelegt sind. Sie sockeln auf einer Souterraingarage die einerseits die erdgeschossigen Wohnungen straßenseitig als Parterrewohnungen darstellt und andererseits eine natürliche Be-und Entlüftung der Stellplätze ermöglicht.

Die Dächer des Wohnensembles sind als Aufenthalts und Freiräume für die Bewohner konzipiert und über die Haupttreppenhäuser angeschlossen. Hier können zusätzliche Terrassen und Gewächshäuser, Spielflächen u.ä. Funktionen abgebildet werden.

 

Ideenteil II

Im Ideenteil II entsteht, neben einer neuen Fläche für die Kita, ebenfalls Wohnen für Senioren. Jedoch handelt es sich hier um keine Einzel-Appartements, sondern um gemeinschaftliches Clusterwohnen mit enger Betreuung. So können die Senioren in ihrem Viertel wohnen bleiben auch, wenn das „alleine Wohnen“ im höheren Alter so nicht mehr möglich sein sollte.

Der vorhandene Baukörper der Kirchengemeinde ist augenscheinlich in gutem Zustand und sollte im Sinne des Leitmotivs erhalten bleiben. Ein ihn überkragendes „Kranhaus“ betont die auch funktionale Sonderstellung des Hauses als öffentliches Gemeindezentrum und ermöglicht zusätzliche Terrassenflächen und Außenräume zur Integration des Hauses in das Platzensemble am Werner Neben Platz. Als Solitärgebäude markiert das Haus das Zentrum des Quartiers. Programmatisch soll hier ein Quartierstreffpunkt mit umfangreichem Kulturprogramm, wie etwa Malkursen, Musikunterricht, ein Reparatur-Café, sowie anmietbare Gruppen-/Atelier-/ Veranstaltungsräume zur freien Verfügung angeboten werden.

Freiraum und Wegeverbindungen

Das Planungsgebiet ist durch seine Lage direkt am S-Bahn Hof Nettelnburg ideal an den ÖPNV angebunden. Die Fläche zwischen dem Vorplatz der S-Bahn und dem achtgeschossigen Bestandsgebäude wird durch eine umfassende Neugestaltung zu einem Ort der Begegnung. Der Friedrich-Frank-Bogen wird in diesem Bereich über einen neu entstandenen Platz geführt. Busse und PKW sind zu Gast auf der Fläche, die vornehmlich Fußgängern und Radfahrern gewidmet ist und damit eine ideale fußläufige Anbindung an das im Innern autofreie neue Quartier herstellt.

Vom Bahnhofsvorplatz bieten sich mehrere Möglichkeiten das neue Quartier zu erschließen. Ein Weg führt durch das vorhandene Hochhaus in Verlängerung der ehemaligen Fußgängerbücke über ein paar Stufen in den rückwärtig neu entstandenen parkartigen Hof und bietet den Bewohnern des Viertels eine direkte Anbindung an den Werner-Neben-Platz beim Gemeindezentrum.

Die Hauptverbindung in das Quartier und die daran angrenzende Parkanlage stellt eine autofreie mit Pflanzinseln und Bänken gestaltete ‚Twiete’ mit Ladengeschäften und kleinen Bistros im Erdgeschoss dar, die sich östlich des Bestandshochhauses öffnet und bis zu dem Quartiersplatz führt.

Der zurückhaltend gegliederte Werner-Neben-Platz erhält zu der nordöstlich angrenzenden Kleingartenkolonie einen ‚grünen Rücken’ in Form eines Hügels mit einer markanten langgestreckten Bank und wird einer Verjüngungskur unterzogen. Die leicht erhöht gepflanzten vorhandenen Bäume werden größtenteils erhalten und in das Gestaltungskonzept integriert, während die Klinkereinfassungen mit Corten –Stahl verkleidet werden und durch eine Bankauflage zum Sitzen einladen. Die Platzhaut wird durch einen dunklen, hochkant verlegten Klinker aufgewertet.

Entwurf 4

KPW Architekten, Hamburg

Städtebau

Die städtebauliche Grundidee des Entwurfes wird von einem neu geschaffenen, zentralen Quartiersplatz für das Quartierszentrum geleitet. Im Zentrum des Entwicklungsgebietes gelegen und mit allen bestehenden Nutzungsbausteinen sowie den Verkehrs- und Freiraumbeziehungen des Ortes verknüpft, greift der Quartiersplatz bekannte Geometrien und Größen Hamburger Stadträume auf. Angelehnt an die identitätsschaffende dreieckige Form des neuen Platzes und dem sehr ähnlich proportionierten Ort in der Mitte Ottensen haben wir daraus das Schlagwort “ein neuer Spritzenplatz für Bergedorf-West” geprägt.

Die Fußgängerverbindung von der S-Bahn wird in Zukunft nicht mehr über die Brücke auf die nördliche Seite der Straße führen, sondern als “normale” städtische Wegeverbindung auf der Geländeoberfläche den Stadtraum aus der Menschenperspektive stärken und neu beleben (die Brücke kann als Erschließung des Hochhauses erhalten bleiben, langfristig wäre auch für das Hochhaus die Aufwertung des Erdgeschosses und die Verlegung der Zugänglichkeit auf Straßenniveau wünschenswert). Die Verlagerung des Zugangs zum Quartier auf die geplante Lage östlich des Bestandshochhauses in Richtung Quartiersplatz, schafft eine logische Achse in Richtung des nördlich angrenzenden Freiraums und stärkt die bestehenden und zukünftigen Einzelhandelsnutzungen durch Zusammenfassung an einem gemeinsamen Ort.

Nutzungsverteilung

Der Entwurf basiert auf der Raumbildung durch insgesamt vier Baukörper:

Der u-förmige westliche Teil beinhaltet die Miet- und Eigentumswohnungen sowie in untergeordnetem Maße Einzelhandel an der Platzfassade und am nördlichen Rand. Das bestehende Hochhaus der Bergedorf-Bille wird in das Ensemble einbezogen; gemeinsam mit dem Bestandsgebäude wird ein weitgehend geschlossener Blockrand ausgebildet.

Die große Dimension des Innenhofes schafft einen sehr großzügigen, ruhigen grünen Freiraum, der den Bewohnern als Erholungs- und Spielfläche zur Verfügung steht – gleichzeitig wird so die Maßstäblichkeit des Bestandsgebäudes im Freiraum reflektiert. Teile der Eigentumswohnungen sind in einem baulichen Hochpunkt am westlichen Rand des Quartiers positioniert.

Die östliche Fassade des Blockes bildet eine der drei Platzkanten, wobeidie dort liegenden Mietwohnungen “durchgesteckt”, also immer auch zum ruhigen Innenhof orientiert sind. Gebäude und Innenhof mit Hochparterre konzipiert (außer im Bereich der Einzelhandelsflächen), so dass einerseits ein wirtschaftliches Souterraingeschoss für Nebenflächen und Tiefgarage erstellt werden kann und andererseits die Wohnnutzungen eine angemessene Distanz zwischen privaten und öffentlichen Räumen haben.

Die nördliche Platzkante des Quartiersplatzes bildet ein Baustein, der auf einem gemeinsamen Sockel das Seniorenwohnen und die Büro- bzw. Arztnutzungen vereint. Das Seniorenwohnen markiert als turmartiger Hochpunkt die Platzecke und somit das Tor zum nördlich angrenzenden Grünraum. Die Büro- und Praxisflächen sind auf der östlichen Kante des Sockels als eigenes Gebäude positioniert. Damit wird nicht nur die Platzfassade bespielt, sondern das Quartier erhält auch zum östlichen Friedrich-Frank-Bogen erhält einen eigenen Auftritt. Im Sockel ist ein Mix aus klein- und großflächigem Einzelhandel sowie Gastronomie vereint und schafft eine durchgehend belebte Fassade zum Platz.

Architektur

Das architektonische Konzept verfolgt die Idee der Vielfältigkeit und Lebendigkeit im Rahmen eines gemeinsamen Materialkanons. Auf städtebaulicher Ebene werden unterschiedliche Bautypologien (Block, Hochhaus, Solitär) verwendet, um kontextbezogen die jeweils passende räumliche Antwort zu geben.

Die Wohngebäude bilden eine ruhige Stadtkante, belebt durch den Hochpunkt der Eigentumswohnungen und ein wechselndes Fassadenbild mit unterschiedlichen Motiven in der Tradition der Hamburger Klinkerfassaden. Die Backsteinfassaden setzen sich auf dem Baustein des Blockes mit Seniorenwohnens und Gewerbe fort, wobei die drei Elemente “Seniorenwohnen”, “Einzelhandels-Sockel” und “Ärzte-/Bürohaus” jeweils ein eigenes Gesicht und eine eigene architektonische Identität besitzen. Das Ärztehaus besitzt treppenartig gestaffelte Fassaden nach Westen, die eine geschossweise eingesetzte Fassadenbegrünung erlauben. Die große “Stadtterrasse” zwischen Seniorenwohnen und Ärztehaus kann gemeinschaftlich als Dachgarten genutzt werden.

Mobility-Hub

Die südliche Platzkante bildet der Mobility-Hub als eigener Stadtbaustein. Der Sockel Richtung Platz ist mit Einzelhandelsnutzung belegt, die südliche Fassade ist mit Bike & Ride und Fahrradwerkstatt dem Thema “Mobility” gewidmet. Direkt gegenüber der S-Bahn und unmittelbar an der Bushaltestelle gelegen wird so ein zentraler Ort für alle Mobilitätsthemen geschaffen. Über dem Sockel befindet sich das Quartierparkhaus. Die Dachfläche des Mobility-Hubs ist als Gemeinschaftsfläche für das Quartier konzipiert; hier ein “nicht programmierter” Raum für vielfältige Freizeitaktivitäten angeboten: eine Quartiers-Dachterrasse für Treffen im Freien, Fitness, Urban Gardening, …

Der Mobility-Hub setzt sich von den übrigen Nutzungsbausteinen nicht nur inhaltlich, sondern auch architektonisch ab. Oberhalb der Schaufenster des Einzelhandels erhält die Quartiersgarage eine Holzfassade mit wechselnd angeordneten, großen Belichtungs- und Belüftungsöffnungen. Rücksprünge im Volumen gliedern die Baumassen und werden für Pflanztröge zur Fassadenbegrünung eingesetzt.

Ideenteil II

Auf dem Ideenteil 2 wird ein u-förmiges Gebäude vorgeschlagen, das sich mit seiner geschützten Seite zum Grünraum im Norden öffnet (Wohnen / Kita). Die Fassade am öffentlichen Weg wird durch das Gemeindezentrum “Westibül” geprägt, das hier an der städtebaulich markanten Ecke positioniert ist.

Freiraum

Als räumliche Gliederung und Nutzung als Bindeglied zwischen der nördlich angrenzenden Grünverbindung und dem südlich liegenden S-Bahnhof entsteht im öffentlichen Raum eine hierarchische Platzabfolge: dem neugestalteten Werner-Neben-Platz – als würdigem Entree zum Bürgerhaus – und der nördlich angrenzenden Grünverbindung sowie einem Quartiersplatz mit Marktnutzung und belebten Raumkanten.

Die Betonung und Qualifizierung der übergeordneten Grünraumverbindung mit einem abwechslungsreichen Angebot an Freiraumstrukturen ist ein wichtiges Ziel des Freiraumkonzeptes: der neugestaltete Werner-Neben-Platz dient als Spiel- und Bewegungsplatz, der zentrale Quartiers- und Marktplatz bündelt die Einzelhandels- und Gastronomienutzung, privatere Wohnhöfe bieten generationsübergreifenden Nutzungsangebote. Kleinere Platzsituationen gliedern sich an die Hauptplätze an.

Entwurf 5

ppp Architekten, Hamburg

Städtebau

Vorgeschlagen werden zwei Gebäudeblöcke, die leicht gegeneinander versetzt angeordnet werden und eine öffentliche Passage zwischen dem Bahnhofs- und dem Marktplatz (Werner- Neben- Platz) bilden. Die vorhandene Hochhausscheibe bildet zusammen mit einem neuen u-förmigen Baukörper den baulichen Rand des westlichen Blocks (Realisierungsteil), verliert damit seinen solitärhaften Charakter und die unglückliche Bedeutung des „Stadttores“ und wird stattdessen zum integralen Bestandteil des neuen städtebaulichen Ensembles.

Der östliche Block (Ideenteil I) wird mit den großen Einzelhandelsflächen vollflächig überbaut. Beide Blöcke bilden klare Raumkanten mit eindeutigen öffentlichen Seiten und privatem bzw. „halböffentlichem“ Hof (Realisierungsteil). Zugunsten großzügiger Freiflächen werden die Blockränder achtgeschossig mit einem sechszehngeschossigen Wohnturm als Landmarke und räumliche Mitte des Quartiers geplant.

Die vorhandene Fußgängerbrücke wird abgebrochen und die Besucher von dem S- Bahnhof über Rampenanlagen zum Friedrich- Frank- Bogen bzw. zur neuen Passage geführt. Als dritter Stadtbaustein wird das Gemeinschaftshaus als kompakter Baukörper als westliche Raumkante des Marktplatzes platziert (Ideenteil II).

Freiraum

Das städtebauliche Konzept beantwortet das Thema Quartierszentrum in bewusster Fortführung der offenen großmaßstäblichen Bebauung durch drei blockartige Baugruppen, die gegeneinander leicht versetzt werden. Das Freiraumkonzept greift dieses Versetzen von Baukörpern und Freiräumen auf und interpretiert es als urbane Landschaft mit neuen, unterschiedlich gestalteten Orten der Öffentlichkeit.

Ein differenziertes Wegekonzept erschließt diese unterschiedlich gestalteten öffentlichen Räume. Die Passage, verbindet in Nord-Süd-Richtung den S-Bahnhof mit dem bestehenden Grünzug, die Promenade verbindet in Ost-West-Richtung die Wohnviertel und Einzelhandelsflächen untereinander und mit dem Werner-Neben-Platz als Treffpunkt und sozialer Mitte. Ergänzt werden diese öffentlichen Räume durch einen großzügigen Gartenhof, der vor allem den neuen Bewohnern zu Gute kommt.

Das städtebaulich-freiraumplanerische Konzept übersetzt die offene städtebauliche Grundstruktur der bestehenden Bebauung am Friedrich-Frank-Bogen in ein zeitgemäßes, durchgrüntes und nachhaltiges Quartierszentrum für Bergedorf.

Nutzungsverteilung

Im Realisierungsteil werden die Eigentumswohnungen im Westflügel und im Turm, die Mietwohnungen im Nordflügel untergebracht. Der Blockrand gliedert sich in 5 Häuser, die als 3- bzw. 4- Spänner organisiert sind. Alle Wohnungen verfügen über eine Süd- oder Westausrichtung. Die Erdgeschosswohnungen des Westflügels sind nach dem Split- Level- Prinzip ausgebildet und eignen sich z.B. auch für eine Kombination von Wohnen und Arbeiten. Das Erdgeschoss des Wohnturms zeichnet sich durch eine großzügige Eingangshalle und Gemeinschaftsflächen aus. In den Erdgeschossflächen entlang des Werner-Neben-Platzes und der Passage sind Shop- Flächen vorgesehen.

Sämtliche Häuser und Einzelhandelsflächen werden vom öffentlichen Raum aus erschlossen, haben somit eine klare „Adresse“ und sind leicht auffindbar.

Der Ideenteil I gliedert sich in einen großflächigen drei bis viergeschossigen Gebäudesockel mit Markt- und Shop- Flächen im Erdgeschoss und darüber befindlicher Quartiersgarage, sowie einem achtgeschossigen Gebäuderiegel als östliche Raumkante zur öffentlichen Passage. Der Riegel gliedert sich in ein gewerbliches Haus mit Büro- und Praxisflächen sowie Seniorenwohnungen mit Service- Angebot.

Ideenteil II

Für den Ideenteil II wird ein viergeschossiges Gemeinschaftshaus als neues Domizil des „Westibüls“ vorgeschlagen. Rund um ein gemeinsames Atrium werden ein Café, ein Veranstaltungssaal, Gruppenräume und eine Kita im Erdgeschoss/ 1.OG, sowie 1-2 Zimmer-Apartments für Studenten, Singles, Senioren u.a. in den Obergeschossen angeordnet.

Architektur und Gestaltung

Grundmotiv der Fassadengestaltung ist die spielerische Auflösung der Gebäudekubatur durch versetzt angeordnete, unterschiedlich tiefe Balkonplatten in Verbindung mit einer üppigen Bepflanzung. Dieses Gestaltungsthema bildet die Ausgangsbasis für nuancierte Variationen in der Ausgestaltung der einzelnen Häuser. Holz, Glas und integrierte Fassadenbegrünung sind dafür die Leitmaterialien, um – trotz der großen Dimensionen des Gesamtkomplexes- eine sehr eigene, wohnliche Wohlfühlatmosphäre zu generieren, die sich deutlich von den umliegenden Gebäudekomplexen abhebt.

Entwurf 6

BeL Sozietät für Architektur, Köln

Konzept: Platz und Park

Bergedorf West bekommt einen neuen Platz und einen alten Park. Der bisherige Werner-Neben-Platz liegt an der falschen Stelle – am Rande der städtischen Aktivitäten – wir verlegen ihn um 60m nach Süden, er bleibt autofrei und bündelt nun alle Dinge des täglichen Bedarfs und die Bewegungen in sich. 

Dieser Platz besitzt eine schöne Proportion, die Dinge sind hier nah beieinander. Markt, Kinder, Radler*innen, Café, Bücherhalle, Bäume; umgeben von Balkonen und Fenstern. Der Platz nimmt die Bewegung des Stadtteils in sich auf, hier führen nun die Wege der Fußgänger*innen und Radfahrenden her, Berufsschüler*innen nehmen einen Imbiss auf dem Weg zur S-Bahn, die Senioren gehen auf dem Markt einkaufen, die Jugendlichen hängen am Mäuerchen ab, Väter sitzen im Café während die Kinder im Spielbrunnen planschen, man kann im Schatten der schönen Bäume ein Schwätzchen halten.

Städtebauliches Ensemble

Ausgehend vom identitätsstiftenden Billehochhaus ergänzen wir die Neubauten zu einem klassischen Raumfigur. Zu dem bestehenden Bau auf der langen Südseite kommen viereinhalb weitere Körper hinzu. Diese stehen mit Abstand zu einander, so dass auf den langen Seiten jeweils zwei Eingänge, auf der kurzen Seite jeweils ein Eintritt auf den Platz vorhanden ist.

Die Brücke über den Friedrich-Frank-Bogen ist sicherlich der dramatischte Zugang, man hat einen Blick auf die Stadt geht durch das Billehochhaus an kleinen Läden vorbei und hat einen Überblick auf den Platz. Man kann nun, je nach Mobilität mit Rad und Rollator die barrierefreie Rampe durch die Bücherhalle, den Aufzug nehmen oder zu Fuß den Platz in der Mitte betreten: Hier hat man seinen Auftritt. Ein Zugang von Süden ist auch an der Bushaltestelle am Haus für Mobile möglich.

 

An der Westseite laden die nach Osten zurückgestaffelten Tennisterrassen ein, den Platz zu betreten. Der Zugang auf der Westseite – der nach Geschäftsschluss nicht mehr benötigt wird – kann abends verschlossen werden. Die Zugänge von Norden gehen am Ladeneinheiten vorbei in den lichten Park. Der Platz hat ein durchgängig öffentliches Erdgeschoss. Die Wohnungen werden (bis auf die Ausnahme des Hauses für Mobile) vom Park aus erschlossen.

Ideenteil II

Der alte Werner-Neben-Platz wird zum Werner-Neben-Park, seine Fläche wird entsiegelt und in eine Sand- Gräser-Stauden Landschaft umgeformt. Hier kann jetzt das Wasser versickern, man sitzt inmitten der schönen alten Bäume, die Kinder spielen in deren Schatten. Das Haus im Werner Neben-Park ist das neue Stadteilzentrum. Es ist ein intensiver Auftakt für den Beginn des Grünzuges durch Bergedorf West, der alle sozialen Einrichtungen des Stadtteils verbindet. Hier führt der Fritz-Manke-Weg durch, die Programme sind über den Freiraum miteinander verbunden.

Gebäudetypen

Die unterschiedlichen Häuser um den Platz sind als eigenständige Typen entwickelt, dies gilt nicht nur für ihre konstruktive Integrität, sondern auch für die Ausbildung von eigenständigen Charakteren. Diese Charaktere entstehen durch ein spezifisches Wesen der individualen Wohnungen und ihrem Verhältnis zu den Räumen der Hausgemeinschaft und dem Verhältnis des Gesamtgefüges zum städtischen Raum.

Der Charakter entsteht durch die Wohntypen und Haustypen, die voneinander unterschiedlich gewählt sind. So enthält eines dieser 4 Wohnhäuser jeweils Wohnungen einer Art, so dass ein Haus eher Familien, ein Haus Senioren, ein Haus Mobile und ein Haus Wohnungen, die sowohl Rückzug als auch Gemeinschaft gewährleisten, enthält. Die Mischung der unterschiedlichen Lebensmodelle entsteht im öffentlichen Raum, auf dem Platz.

Gestaltung

Die Häuser eint eine abgestimmte Farbigkeit, die die Farben Brüstungen der Südseite des Billehauses in den Raum überführt. Um den Platz herum formen die Neubauten einen kleinen Rücksprung aus, der über dem 6. Obergeschoss eine gemeinsame Linie einführt und als Terrasse, Balkon oder Laubengang genutzt ist.

Entwurf 7

BOLLES+WILSON, Münster

Städtebau

Das Konzept sieht eine Shopping-Plaza im 1. Untergeschoss vor, die von Wohngebäuden umgeben ist. Die Verbindung der Bahnhofs-Brücke mit diesem Konzept generiert gestaltete Treppen und Terrassen sowie eine direkte Verbindung zum Markt und den Grünflächen im Norden.

Einladende, breite Treppen führen vom Erdgeschoss hinunter zum Plaza- Level. Diese Treppen stellen zugleich grüne Aufenthaltsräume dar. Auf der Plaza befindet sich ein kleiner Pool mit einen Fokus gebenden Wasserfall.

Nutzungsverteilung

Ein Vollsortimenter befindet sich an der Ostseite im 1. Untergeschoss (unterhalb des Mobility Hubs) – an dieser Stelle erreicht er auch die Kunden des Aldi.

Von Osten aus, zwischen Seniorenhaus 1 und Seniorenhaus 2, verbindet die breiteste Grüntreppe den Mobility Hub mit dem unteren Level, auf dem ein zentral angeordneter Döner die Plaza aktiviert.

Drogerie und Apotheke finden sich auf der Ostseite der Plaza, Friseur, Optiker, Floristik und Lotto dagegen auf der Nordseite. Ein Zugang zum großräumigen Vollsortimenter erfolgt über eine spektakuläre Rampe vom Eingangs-Pavillon (Erdgeschoss) nach unten. Ein zweiter Zugang führt zur Plaza im 1. Untergeschoss.

Die Arztpraxen im Erdgeschoss auf der Westseite der Plaza gruppieren sich um einen Innenhof und beleuchten diesen (Ärztehof). Eine Rampe, Treppen und ein neben dem Bille-Hochhaus vorgeschlagener Aufzug stellen die Verbindung von der Bahnhofs-Brücke zur ebenerdigen Nord-Süd- Promenade her. Auf dieser Ebene sind die Arztpraxen zentral verortet und einfach zugänglich.
 
Im Norden der Plaza haben sowohl Restaurant als auch Café erhöhte und sonnige Terrassen.
 

Wohnungen

Ab dem 1. Obergeschoss bilden sich 6 Wohngebäude heraus. Auf dem westlichsten Gründach befindet sich eine Zahnarztpraxis (Zugangs von Osten oder über die Bahnhofs- Brücke für beeinträchtigte Menschen).

In 3 Gebäuden befinden sich Eigentumswohnungen. Die Seniorenwohnungen befinden in 2 Gebäuden, die sich zur zentralen Plaza orientieren, die Mietwohnungen befinden sich zwischen dem Bille-Hochhaus und der Quartiersgarage.

Mobility Hub

Der Mobility Hub und die Quartiersgarage sind im Osten unterhalb der Hochspannungsleitung angesiedelt. Unter den Rampen der Parkdecks befinden sich „Workshops“ für gemeinschaftliche Arbeiten und der Eingangspavillon des Vollsortimenters.

Außenanlagen

Alle nicht frei zugänglichen neuen Dächer erhalten extensive Begrünungen. Ergänzend werden Anpflanzungen als Futterpflanzen für Insekten und Vögel vorgesehen. Insekten-Nisthilfen werden zur dauerhaften Ansiedlung auf dem Dach eingesetzt. Totholzhaufen werden von Moosen, Flechten, Pilzen, Käfern, Ameisen und Wildbienen sowie Wespen als Lebensraum genutzt und von Vögeln als Sitzplätze und Nahrungsbiotope erschlossen.

Die intensiv begrünten Dachbereiche ermöglichen die Anlage von „Wäldern“ aus einheimischen Bäumen und Sträuchern. Die Bepflanzung wird anhand der örtlichen Gegebenheiten (Ausrichtung, Belichtung) ausgewählt. Bodenbereiche werden mit pflegeleichten Kräutern, Gräsern und Stauden bepflanzt.

05. BEST-NEWS_LETTER verfügbar!

Hier können Sie sich den 05. Newsletter (Ausgabe Juli 2021) für Bergedorf-West herunterladen. 

Eröffnung Stadtteilbüro

Endlich dürfen wir unser Stadtteilbüro BEST WEST für Sie öffnen! Ab dem 3. August sind wir immer dienstags von 15 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 12 Uhr vor Ort. Das Stadtteilbüro ist die zentrale Anlauf- und Informationsstelle für die Gebietsentwicklung Bergedorf-West. Sie finden uns im Haus Christo am Friedrich-Frank-Bogen 31. Kommen Sie vorbei!

03. Ausgabe BEST NEWS erschienen!

Hier können Sie sich die dritte Ausgabe der BEST NEWS herunterladen. Die Stadtteilzeitung beinhaltet aktuelle Informationen zum Fördergebiet und zu laufenden Projekten. 

Nächster Termin Beirat:  05. August 2021 

Die nächste Beiratssitzung findet am Donnerstag, 05. August um 18:30 Uhr als Videokonferenz statt. 

Hier der Link zum Meeting: https://steghamburgmbh.my.webex.com/steghamburgmbh.my/j.php?MTID=mdd697fca33ce93f8d2108239b0c8d3b1

Meeting ID: 175 329 52 45                                Passwort: BESTWEST04

Kochbuch “So kocht Bergedorf-West” – von Nachbarn für Nachbarn

Die Pestalozzistiftung sowie F.aktiv Bergedorf haben gemeinsam mit zahlreichen Einrichtungen aus dem Stadtteil 30 Lieblingsgerichte von Bergedorf-Westlerinnen und -Westlern in einem Kochbuch zusammengestellt. Das Projekt wurde durch den Verfügungsfonds Bergedorf-West unterstützt und erhielt eine Fördersumme von über 6.000 Euro. Die Rezepte aus aller Welt können Sie hier einsehen und nachkochen. Wir wünschen viel Spaß und guten Appetit!

Beiratsprotokoll ist online!

Sie können das Ergebnisprotokoll der 9. Beiratssitzung vom 20. Mai 2021 ab sofort hier herunterladen. 

Ergebnisse zur Kinder- und Jugendbeteiligung der Spielplatzneugestaltung 

Zwischen dem 15. Februar und dem 15. März hatten Kinder und Jugendliche aus Bergedorf-West die Möglichkeit, den Spielplatz an der Kurt-A.-Körber-Chaussee zu bewerten und Ideen sowie Wünsche für die Umgestaltung mitzuteilen. Die Dokumentation der Beteiligung finden Sie hier

Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) für Bergedorf-West jetzt online

Im Januar 2021 wurde das Integrierte Entwicklungskonzept für Bergedorf-West durch den Stadtentwicklungsausschuss und anschließend durch die Bezirksversammlung Bergedorf beschlossen. Sie können sich das IEK hier herunterladen.

Ein neues Quartierszentrum für Bergedorf-West

Die im Rahmen des städebaulich-hochbaulichen Workshopverfahrens entwickelten Entwürfe für das neue Quartierszentrum Bergedorf-West liegen nun vor und können von Ihnen hier angeschaut werden

Informationen zum Impfen in verschiedenen Sprachen

Wo kann ich mich in Hamburg impfen lassen? Was muss ich beachten, wenn ich zu einem Impftermin gehe und wo finde ich Informationen in nicht-deutscher Sprache?

Der NDR hat die wichtigsten Information rund ums Thema Impfen in kurzen Erklärvideos zusammengestellt. Diese sind auf deutsch, englisch, türkisch, arabisch und polnisch verfügbar und können hier aufgerufen werden.

Teilen Sie die Informationen gerne mit Ihrer Familie, Ihren Freunden, Bekannten und Nachbarn!

BEST-NEWS ist online!
Sie finden die zweite Ausgabe unserer Quartierszeitung im Download Bereich auf dieser Website (Symbol oben rechts in der Menüleiste)

Aufgrund der aktuellen Corona/Covid-19 Lage ist mit Einschränkungen bei öffentlichen Veranstaltungen im Rahmen der Gebietsentwicklung zu rechnen.

Falls Sie Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Die Telefonnummern und E-Mail-Adressen des Bezirksamts Bergedorf und der steg Hamburg finden Sie in der Menüleiste oben rechts unter “Kontakt”.